Ecoflow River 600

ecoflow river 600

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Ecoflow River 600 Test

Unboxing

ecoflow river 600
Ecoflow River 600

Neben dem Gerät als solches gibt es natürlich eine kurze Bedienungsanleitung, die Garantiekarte und einige Kabel auf die ich noch gesondert eingehen werde, in der Box.

Das Gerät wiegt etwa 5 Kilo und ist etwa so groß, wie ein Toaster.

An der Vorderseite befindet sich das Display, eine Lampe, die USB und 12 V Anschlüsse. Rechts sind in der EU Version die 230 V Schuko Steckdosen und links die Ladeeingänge für die Haussteckdose, sowie Solar und 12 V Car Charger. Insgesamt kann der River 600 also über 3 Möglichkeiten geladen werden. Auch hier gehe ich noch gesondert darauf ein, da es hier einige Besonderheiten gibt.

Ausgeliefert wird der River mit 30% Kapazität und es empfiehlt sich diesen erst einmal voll zu laden.

Über die 230V Steckdose geschieht dies dank der X-Stream Funktionalität rasend schnell. Von 0 bis 80% in 1 Stunde. Gänzlich voll geladen kann der River 600 in 1,6 Stunden. Hierbei wird bis zu 250 Watt in die Einheit gepumpt. Meines Wissens ist dies ein Alleinstellungsmerkmal am Markt. Mit Erweiterungsbatterie sind es sogar bis zu 500 Watt!

Test

Kommen wir nun zu den Tests. Als erstes die Frage, kann gleichzeitig entladen und geladen werden?

Ja. Der River besitzt zu dem eine UPS Funktion. Über den Bypass wird der Strom direkt zum angehängten Verbraucher geleitet. Bei einem Stromausfall übernimmt die Lithium Batterie den Dienst.

Apropos Batterie:

Beim River 600 ist eine 24ah 288 Wh Lithium Ionen Batterie verbaut. Er kann allerdings mittels Batteriepack um weitere 288 Wh erweitert werden und wird dadurch zum River 600 Max. Dies ist in 1 bis 2 Minuten erledigt. Ich werde dies in einem späteren Video mit weiteren Tests nochmals gesondert zeigen.

Wo liegen nun die Besonderheiten dieses Produktes?

Neben der enormen Ladeleistung sicherlich bei der Inverter Technologie. 600 Watt Dauerbelastung sind in dieses Klasse schon sehr sehr gut. Darüber hinaus können über die sogenannte X-Boost Technologie Verbraucher bis 1.200 Watt, angeblich sogar 1.800 Watt angeschlossen werden.

Wir werden dies testen.

Hier nochmal zur Übersicht das Datenblatt.

Natürlich wollen wir jetzt wissen, ob dies alles so funktioniert. Ich muss vorweg schicken, dass ich meine Camping Anwendungen teste und den River 600 primär als Backup in unseren Retro Bus Jerry angeschafft habe und mir die Flexibilität und Mobilität dieses Gerätes zu nutze machen möchte.

Los geht´s.

Was mir als erstes auffällt, ist der Lüfter. Er ist schon deutlich vernehmbar, obwohl zur Zeit nur mein Laptop an der Einheit hängt. Es sind ca. 45 Dezibel, sobald der Inverter in Betrieb ist. Auch wenn nichts daran angeschlossen ist und in einem Meter Abstand immerhin noch 38 Dezibel.

Beim ersten Test habe ich ein Entfeuchtungsgerät angeschlossen. Es verbraucht in der höchsten Stufe 6 Watt und in der kleinsten 3 Watt. Eine kleine Solaranlage sollte dies auch im Winter leisten, sodass der Entfeuchter rund um die Uhr seinen Dienst tun kann. Ich muss nur daran denken von Zeit zu Zeit den Wassertank zu entleeren, ansonsten wäre dies natürlich kontraproduktiv.

Als nächstes nehmen wir uns eine Kühlbox vor. Diese 40L Kühlbox von TZS lässt sich sowohl über 12V, als auch 230V anschließen.

Im ECO Modus über 230V soll sie weniger als 10 Watt verbrauchen.

Und in der Tat, es sind gerade einmal 7 bis 10 Watt. So lässt sie sich über mehrere Tage über den River 600 betreiben.

Über 12V im Maximal Betrieb sind es 50 Watt. Die Batteriekapazität würde beim River 600 Max 588 Wh also ca. 10 Stunden ausreichen. Für den autarken Betrieb werden 720 Wh Solarleistung am Tag benötigt, wenn die Kühlbox 12 Stunden auf ECO und 12 Stunden mit maximaler Kühlleistung unter 12 V läuft. Das entspricht ungefähr einer Solaranlage mit 200 Watt Peak (WP).

Wie sieht es nun aus, wenn wir dem Inverter mal richtig Leistung abverlangen?

Als erstes kommt eines der Lieblingsgeräte von Eve zum Einsatz. Der Milchaufschäumer, er hat 500 Watt.

Und siehe da. Nach nicht mal 2 Minuten ist die Milch fertig aufgeschäumt.

Und mehr Leistung, als die angegebenen 600 Watt? Was passiert dann?

Hierzu habe ich einen kleinen Wasserkocher mit 650 Watt Leistung angeschlossen.

Wie ihr seht, hat der Inverter auch mit dieser Leistung kein Problem. Als die Batterie Kapazität bei etwa 6% ankommt, stecke ich den River 600 wieder am Strom ein.

Jetzt fließt der Strom direkt über den Bypass in den Wasserkocher und zeitgleich in die Batterie zum Laden.

Sobald das Aufheizen beendet ist und der Wasserkocher abschaltet, kommen wieder die 250 Watt über den Input hinein.

Diese Geräte kommen auch tatsächlich in unserem Bus zum Einsatz und sind daher zumindest für mich im Ergebnis reell. Außerdem haben sie zwar eine relativ hohe Leistungsaufnahme. Diese wird aber nur für ein paar Minuten abverlangt. Wie ihr in den Beispielen sehen könnt, ist die Kapazität jeweils nur um ein paar Prozentpunkte gesunken.

Ich finde es reichlich unsinnig Euch z. B. einen Heizlüfter mit 900 Watt vorzuführen, den man dann nur 20 Minuten betreiben kann. Nur um zu zeigen, dass es funktioniert.

Update

Jetzt habe ich den Ecoflow River 600 doch noch in den Overload gebracht. Die Microwelle hat kurz nach dem Start scheinbar 1185 Watt gezogen. Nur blöd, dass der X-Boost im River nicht eingeschaltet war. So kam der Overload zu Stande. Da unser Internet und WLan wohl schneebedingt im Moment gestört ist, kann ich den X-Boost nicht einschalten, denn dann sollte es ja eigentlich funktionieren. Ich werde dies nachholen sobald O2 unserer Internet wieder gangbar gemacht hat.

Es hat mir keine Ruhe gelassen, also habe ich kurzer Hand einen Hotspot gemacht und X-Boost aktiviert. Auf ein neues und siehe da?

Unverändertes Ergebnis. Die Microwelle geht zwar nicht mehr in den Overload, aber sie läuft mehr schlecht als recht. Ich breche den Test ab, denn ich habe im Bus bereits eine Möglichkeit die Microwelle notfallmäßig zu betreiben. Also, was soll es.

Klimagerät mit Ecoflow River 600

Jetzt möchte ich es doch wissen und mache einen eher unsinnigen Test. Weil wir dies so niemals im Bus einsetzen werden. Das mobile Klimagerät mit 850 Watt würde 20 Minuten maximal betrieben werden können. Ich möchte rein die X-Boost Funktion testen.

Es funktioniert, wie beschrieben. Der Ecoflow kann Geräte > 600 Watt betreiben. Mit der X-Boost Funktion werden die Volts reduziert, so dass die 600 Watt des Inverters erreicht und beibehalten wird.

Achtung: Die Klimaanlage läuft dann mit 600 Watt Leistung. Diese Funktion bietet sich also an, wenn Verbraucher über 600 Watt kurzfristig für ein paar Minuten betrieben werden sollen. Zum Beispiel Fön, Wasserkocher, Kaffeemaschine oder elektrisches Werkzeug. Das kann dann auch über den River 600 praktiziert werden. Aber, wie gesagt, nur mit 600 Watt.

Weitere Anwendungen sind das laden von 12V Batterien oder der 12V Handstaubsauger, der natürlich in keinem Wohnmobil fehlen darf.

Kommen wir nun zum Fazit.

Hier habe ich mich entschlossen, den Marktführer Goal Zero als Referenz zu nehmen und diesen mit dem EcoFlow zu vergleichen.

Dazu bedarf es zweier vergleichbarer Modelle. So wie der Ecoflow River 600 Max und der Yeti 500x.

Schauen wir uns die Geräte mal im Vergleich an.

Beide Geräte haben 24 Monate Garantie und wie ihr sehen könnt, liegt der Ecoflow River 600 bei allen Kriterien vorne. Zum Teil sogar klar. Dabei ist er zudem noch 220 Euro günstiger, als der Yeti 500x.

Ich weiß nicht, wie ihr das sieht, aber für mich spielt der Ecoflow River 600 sogar in einer eigene Liga und hat zumindest zur Zeit die besten Feature und Leistung. Er ist dabei sogar preislich äußerst interessant.

Im nächsten Video geht es dann um die Erweiterungsfähigkeit, denn da gibt es noch einige Möglichkeiten und die dann bis dahin gemachten Erfahrungen. Zu dem kommt dann noch die Wifi Funktion und Steuerung mittels APP in den Bericht. Ebenfalls wird es dann weitere Tests geben. Wenn die Sonne scheint, auch mit Solar.

Bezugsquelle

https://www.solarpowersupply.de/ecoflow-river-600-max-portable-power-station-eu-version

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