Amerikanischer Schulbus als Wohnmobil Erkenntnisse

amerikanischer schulbus erkenntnisse

jerry retro camper der Retro Camper

Amerikanischer Schulbus als Wohnmobil

Erkenntnisse einer Reise

Einige Dinge stellt man erst nach einer längeren Reise und Fahrt fest. So begab sich also durch Zufall, dass eine Reise in die Nähe von Ulm anstand. Das bedeutete 400 Kilometer hin und natürlich wieder zurück. Alles an einem Wochenende.

Durch eine Vollsperrung war die Hinfahrt zu 90% eine Autobahnfahrt. Um es genau zu sagen, eine zügige Autobahnfahrt. Wann immer möglich fuhr ich also die erlaubten 100 Stundenkilometer. So auch Berg rauf was sich natürlich im Spritverbrauch bemerkbar machen sollte.

19 Liter genehmigte Jerry sich für diese Art der Fortbewegung. Dies stellt meiner Meinung nach auch gleichzeitig den maximal Verbrauch dar. Denn die zügige Fahrt ergab sich aus einem Termin. Auf der Rückfahrt konnte ich es gemächlicher angehen, wenn auch der Autobahn Anteil nur geringfügig geringer war. Und siehe da, Jerry hatte weniger Durst und begnügte sich mit 17,5 Liter Diesel.

Für eine Urlaubsreise mit entsprechendem Überland Anteil bin ich also guter Dinge den Verbrauch weiter reduzieren zu können. Ich rechne mit ca. 16 Liter was für die 5,5 Tonnen, die bewegt werden müssen, ein ordentlicher Wert wäre. Oder sagen wir es so, ich könnte damit leben. Schließlich gilt es Alter des Fahrzeugs, Leistung und wie gesagt, das Gewicht zu berücksichtigen. Ein amerikanischer Schulbus als Wohnmobil wird hier keine Preise gewinnen.

 

Was gibt es noch für Erkenntnisse?

  • Ich muss meine Ladung noch besser sichern
  • An der ein oder anderen Stelle muss noch gedämmt werden
  • Die optimale Einstellung der Luftfederung ist ebenfalls noch auszutesten

 

Leider gab es den ersten Bruch. Das Glas des Retro Kaugummi Automat ist zersprungen. Nach Aufprall auf den Boden versteht sich. Ich hatte leider vergessen den Automat zusätzlich zu sichern.

Einmal ist die Kühlschranktür aufgegangen. Hier benötige ich noch ein zusätzliches Hilfsmittel.

Vor allem im Bereich der Tür Mechanik (Schulbus) ist Knarzen und Quietschen zu vernehmen, welches ich notdürftig auf einem Parkplatz mit Schaumstoff gedämmt habe. So gibt es noch den ein oder anderen Bereich, der sicherlich zu verbessern ist. Diese Erkenntnisse werden in weiteren Fahrten sicherlich noch weiter reifen.

Ich hatte die Luftfederung auf 90% der maximalen Tragkraft aufgepumpt. Längere Bodenwellen schluckt sie nun einwandfrei und ohne Murren. Lediglich Unebenheiten quer zur Fahrbahn werden mitunter mit einem harten Schlag quittiert. Dabei ist auch der Kaugummi Automat zu Bruch gegangen. Vielleicht kann ich bei der Luftfederung einen Kompromiss zwischen komfortabler Federung und Strassen Lage/Fahrkomfort finden. 

 

Jetzt aber zu den positiven Dingen. Der Motor läuft ruhig und hat auch notfalls genügend Kraft Berge zu erklimmen. Dabei klingt er schon fast ein wenig zu unaufgeregt. Zu keinem Zeitpunkt sind die Motorengeräusche störend. Ich habe mir dies viel lauter vorgestellt und bin sehr positiv überrascht. Bei höheren Geschwindigkeit sind es immer die Windgeräusche, die im Vordergrund stehen. Und hier vor allem die Beifahrertür. Da sehe ich allerdings noch einiges an Verbesserungspotential, da die Tür Dichtungen nicht mehr 100%tig befestigt sind und auch nicht dicht schließen.

Amerikanischer Schulbus als Wohnmobil
Die Beifahrer Tür offenbart noch Optimierungsbedarf

Die Automatik schaltet einwandfrei. Bei Berg ab Fahrten halten die Einstellungen 3,2,1 den Bus hervorragend zurück, sodass wenig gebremst werden muss (Aichelberg z. B.).

Der Aufmerksamkeitsfaktor ist extrem hoch und positiv. Jeder scheint sich zu freuen, Jerry zu begegnen. Da werden kurzer Hand Kameras gezückt und Fotos oder sogar Videos gemacht. Auch wenn ich mal nicht die erlaubte Geschwindigkeit fahren kann, gibt es von hinten keinerlei Unmutsbekundungen bisher.

Die Technik hat funktioniert. Sowohl die Fahrtechnische, als auch die Wohntechnische. Wobei letztere konnte natürlich an einem Wochenende nicht auf Herz und Nieren geprüft werden. Aber während den Reisezeiten wurde der Kühlschrank einwandfrei über die 12 Volt Wohnraumbatterie mit Wechselrichter versorgt.

Die Rückfahrt hat richtigen Spaß gemacht!

  

Blog HOME

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Reisen. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Kommentar verfassen